Rezensionen

„Kurzlehrbuch Biologie“, Gerd Poeggel

Thieme-Verlag

 

Das Auffälligste an diesem kleinen Lehrbuch ist – genau – dass es so „klein“ ist. Kein dicker Schinken, den man kaum auf den Schreibtisch gewuchtet bekommt. Stattdessen sehr kompakt aufgearbeiteter Lernstoff.

Ein Kurzlehrbuch kann sicher nicht alle im Studium relevanten Themen ausschöpfend behandeln, soll es aber auch gar nicht. Das „Kurzlehrbuch Biologie“ eignet sich aber wunderbar, um sich erst einmal in ein Thema einzulesen. Der Stoff ist gut verständlich aufgearbeitet und es gibt zahlreiche Merk- und Lerntipps. Vor allem auf die „modernen“ Aspekte des Studiums, Mikrobiologie und Genetik, wird vermehrt eingegangen. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es einen „klinischen Fall“. Es macht Spaß diese Abschnitte zu lesen, da man so eine bessere Vorstellung von den Auswirkungen der nachfolgend behandelten Mechanismen bekommt.

Da das Buch im günstigen Preissegment ist, eignet es sich hervorragend für alle, die noch gar nicht genau wissen, ob Biologie denn wirklich das Richtige für sie ist und vor Studienbeginn mal in dieses Fach reinschnuppern möchten.

Auch Lehramtsstudierende sollten sich dieses Buch merken. Nicht nur um selbst mal wieder zwischendurch Inhalte aufzufrischen, sondern auch, um es ihren späteren Oberstufenschülern als Lernhilfe ans Herz zu legen.

 

 

 

„Die Entstehung der Arten“ Charles Darwin

Wiley-VCH

 

Wer Biologie studiert, wird sich über kurz oder lang überlegen, DEN Klassiker der Biologie, „Die Entstehung der Arten“ von Charles Darwin, in seine Wohnzimmerbibliothek einziehen zu lassen. Damit das Buch dann auch gelesen wird und nicht nur dekorativ im Regal verstaubt, lohnt sich meist die Anschaffung einer überarbeiteten Auflage.

In dieser kommentierten und illustrierten Neuauflage des bekannten Klassikers werden Darwins Erkenntnisse anhand von Beispielen mit dem aktuellen Stand der Forschung erklärt und aufgearbeitet.

Die sehr ausführlichen Kommentare helfen nicht nur Darwins Werk, sondern auch die Mechanismen der Evolution besser zu verstehen.

 

 

 

„Molekularbiologie“ A. McLennan, A. Bates, Ph. Turner und M. White

Wiley-VCH

 

Dieses Buch ist eine schöne Unterstützung für die molekularbiologischen Aspekte des Bachelorstudiums. Die zu Beginn des Buches behandelten chemischen Grundlagen sind sehr nützlich, man kann Vergessenes schnell noch einmal nachschauen, ohne ein neues Buch aus dem Regal ziehen zu müssen.

Es werden alle relevanten Themen aufgegriffen und verständlich erklärt. Allerdings stören die vielen Abkürzungen zum Teil sehr den Lesefluss, trotz des ausführlichen Glossars.

Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass es ausschließlich Schwarzweißabbildungen gibt. Gerade bei komplexeren Strukturen wie Proteinen wären farbige Abbildungen sicher besser geeignet und übersichtlicher.

Dafür bieten die Kurzzusammenfassungen und die Verweise auf verwandte Themen am Ende jeden Kapitels eine gute Lernhilfe.

Die Frageteile sind sehr gut zur Selbstkontrolle geeignet.

 

 

 

„Genetik“ H. Fletcher und I. Hickey

Wiley-VCH

 

Da auch dieses Buch aus der „Verdammt clever“ Reihe stammt, orientieren sich Aufbau und Layout sehr am oben besprochenen Buch „Molekularbiologie“. Und eigentlich kann man auch über dieses Buch genau das Gleiche sagen:

Ein gutes Buch, das dank Kurzzusammenfassungen, Querverweisen und Frageteilen am Ende jeden Kapitels eine schöne Lernhilfe darstellt. Alle Themen werden verständlich erklärt und durch Abbildungen veranschaulicht. Leider sind es hier ebenfalls nur Schwarzweißabbildungen, die zum Teil etwas unübersichtlich sind. Allerdings wird der Lesefluss in diesem Buch weniger durch Abkürzungen gestört.

Alles in allem, auch angesichts des verhältnismäßig günstigen Preises, ein empfehlenswertes Buch.

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